Einstieg in die Spieleentwicklung Artikel 4 – Unity Im Folgenden wird ein Blick auf
Unity geworfen.
Dieser Artikel ist folgendermaßen strukturiert:
- Überblick über die Technik
- Der Umfang des Produkts
- Was man können muss
- Die Preisliste
- Fazit
- Jump In: Schnellstart-Anleitung
- Hilfreiche Links
Überblick über die Technik – Unity Immer mehr hört man in letzter Zeit von einer 3D-Engine, die seit ihrer Verkostenlosung massiv an Popularität gewinnt.
Der Name lautet Unity, oder auch Unity 3D, und sie soll ein ziemlicher Alleskönner in Sachen Einfachheit, Leistung und Kompatibilität sein.
Das sollte man sich doch einmal genauer ansehen.

Auf der Homepage des Projekts wird ein Einheitliches Bild geliefert: Es sei das, worauf der Spieleentwickler immer schon gewartet habe.
Ein paar technische Daten scheinen das zu bestätigen:
- Große Plattformkompatibilität. Unity fühlt sich an vielen Orten wohl:
- Als Windows- oder Mac-Standalone-Spiel, Linux leider nicht
- Als Browser-Objekt, ob im Internet Explorer, Firefox oder Safari
- Auf dem Iphone oder dem IPod Touch
- Auf dem Ipad oder sogar
- Auf der Wii
- Kaum Einschränkungen in der Kreativität - Unity lässt den Designer sofort ans Werk gehen
- Eine tolle Content-Pipeline (dazu später mehr)
- Jede Menge toller Features, unter anderem:
- eingebaute PhysX-Engine
- Terrains
- Realtime Shadows
- Netzwerk-Bibliothek
Aber anstatt sich an den gebotenen Angaben zu erfreuen, überzeugt man sich lieber selbst davon, ob Unity hält, was es verspricht.
Der Umfang des Produkts - Unity 
Lädt man sich das 163MB große Paket herunter, erhält man auf sichtbarer Ebene nicht viel:
Den Unity Editor und einen simplen Script-Editor namens UniSciTE.
Wer schon ein wenig in der Spieleentwicklung herumgestöbert hat, wird sich ein wenig merkwürdig vorkommen, wenn er Unity startet - Der Editor lädt dazu ein, sich am Design einer Spielwelt zu versuchen, aber wo wird denn jetzt gescriptet?
Bietet Unity vielleicht doch nicht die Freiheit, die man sich erhofft hat?
An dieser Stelle gibt es nach kurzer Zeit Erleichterung: Doch.
Aber Unity funktioniert etwas anders als andere Engines.
Ein Spiel besteht
normalerweise aus einem Programm und dem Inhalt (Modelle, Spielwelten, Sounds, etc.), wobei das Programm den Inhalt kontrolliert.
Das ist auch der Grund, warum man für gewöhnlich das Programm zuerst schreibt und sich dann an den Inhalt macht.
Unity - man ahnt es nun - funktioniert genau anders herum.
Zuerst fängt man an, eine Welt oder eine Spielfigur zu designen, und während man das tut, kommen immer mehr Scripts dazu, die man einzelnen Objekten der Welt zuweist.
So ist die Welt Grundlage des Spiels und das Programm ein Teil davon, nicht umgekehrt.
Wer das erstmal verinnerlicht hat, wird anfangen, Unity immer mehr zu mögen.
Aber dazu später mehr.
Um Unity zu benutzen, sind die üblichen Verdächtigen zusätzlich nötig:
- Ein Bildbearbeitungs-Programm [Gimp oder besser]
- Ein 3D-Modelling-Programm [Blender oder besser]
- Eventuell ein Tonbearbeitungsprogramm zum Erstellen von Musik oder zum Aufnehmen
Was man können muss Unity ist in einem Punkt wirklich minimalistisch.
Und zwar, wenn es darum geht, dem Entwickler etwas abzuverlangen.
Unity ist so einsteigerfreundlich, dass es schon fast beängstigend ist, ist dem
[UDK] in dieser Hinsicht mindestens ebenbürtig.
Designed wird, womit auch immer man Lust hat.
Alle gängigen 2D- und 3D-Programme, sowie eine Vielzahl von Audio-, Video-, oder Bild-Formate werden unterstützt, heisst es.
Bestätigt werden an dieser Stelle zumindest wav, mp3, jpg, png, Photoshop und Blender.
Die Content Pipeline ist eines der großen Pluspunkte in Unity.
Einfach den gewünschten Inhalt in den Editor ziehen, und man kann ihn benutzen.
Öffnet man durch den Editor eines der "Assets", öffnet Unity den dazu gehörigen Editor.
Das heisst: Öffnet man eine Importierte Photoshop-Datei (.psd) oder ein Blender-Modell (.blend), öffnet Unity Photoshop oder eben Blender.
Bearbeiten, speichern, schließen - und die Änderung wird in Unity sofort übernommen.
Exportieren von Inhalt, sodass es in .tga- oder .fbx-Format verfügbar ist, entfällt völlig. Kudos.
Der Designer kommt also auf jeden Fall auf seine Kosten. Wie sieht es aber für den Coder aus?
Auch der wird sich freuen: Er hat die Wahl zwischen gleich drei Programmiersprachen, die er
simultan verwenden kann: C#, JavaScript und Boo.
Eine schöne, mitgelieferte Offline-Dokumentation hilft bei der Verwendung der äußerst sauber aufgebauten Unity Engine.
Programmieren in Unity macht, kurz gesagt, einfach Spaß.
Es sei zwar darauf hingewiesen, dass gemunkelt wird, Unity habe gewisse Grenzen in Sachen Leistung -
Darauf stöße man aber, wenn überhaupt, erst sehr spät.
Bei bisherigen Tests liefen alle Spiele immer einwandfrei.
Anfänger werden deswegen mit Sicherheit keine Probleme haben.
Die Preisliste Unity ist toll. Unity ist kostenlos.
Aber Unity kann noch mehr. Das ist dann nicht mehr kostenlos.
Jetzt kommt der Minuspunkte-Teil, aber irgendwie müssen auch die Genies hinter der Engine Geld verdienen.
Die kostenlose Version hat neben anderen Abstrichen zwei wichtige Einschränkungen in Sachen Grafik: Keine Schatten und kein PostProcessing.
Man kann auch ohne leben, aber mit ist das Ergebnis einfach noch einmal eine ganze Ecke schöner.
Die Pro-Version, die beinahe alle Features enthält, kostet
880€.
Des Weiteren ist der Plattform-Support eingeschränkt, da hilft aber auch die Pro-Version nicht mehr.
Will man für mehr als PC, Mac und Browser entwickeln, müssen Upgrades erworben werden:
220€ extra kostet der Spaß für iPhone- und iPod Touch-Entwicklung.
Will man für die Wii entwickeln, muss man schon ein Studio mit gewissen Budget sein.
Denn da kommt natürlich Nintendo ins Spiel und will ein Stück vom Kuchen abhaben.
Das Unity-Team kriegt außerdem Tausende von Euro für ein WiiWare-Spiel, ein Disk-Spiel kostet noch mehr - man sollte sich seiner Sache schon sicher sein.
Ein Vorteil des ganzen auch hier: Das Upgrade auf Unity Pro oder Unity iPhone kann man sich jederzeit kaufen.
Wer ich also mit der kostenlosen Version eingearbeitet hat, muss sich nicht groß umstellen.
Eine vollständige Feature-Vergleichsliste gibt es hier:
http://unity3d.com/unity/licenses Mit dem Release von Unity 3.0 kann sich das alles nochmal ändern.
Ansonsten sei gesagt: Die kostenlose Version hat so gut wie keine Einschränkungen, sowohl für Programmierung und Design. Wer ohne State-Of-The-Art-Grafik und Video-To-Texture-Rendering leben kann, wird Unity in vollem Umfang erhalten.
Fazit Unity überrascht mit einer tollen Mischung aus Einfachheit, Leistung und Innovation.
Mit Unity Spiele zu entwickeln, ist eine Freude für jeden, der schon mit anderen Engines Erfahrung hat, und eine tolle Einstiegsmöglichkeit für alle anderen.
Dem UDK hat Unity voraus, dass man wirklich bei Null anfängt, wenn man es möchte, und
[xna] sticht Unity allein durch das Vorhandensein eines Editors aus.
Sowohl Designer, als auch auch Programmierer werden mit Unity ihren Spaß haben.
Leichte Abstriche gegenüber dem UDK gibt es nur wegen der kostenpflichtigen Grafikfeatures.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Erlernbarkeit:

Bedienung:

Möglichkeiten:

Qualität:
Jump In: Schnellstart-Anleitung Download: http://unity3d.com/unity/download/ - Installiere Unity
- Starte den Editor
- Schaue dir Einstiegs-Tutorials an, z.B. hier
Hilfreiche Links Und natürlich
http://www.realize-portal.de/